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APR 2020

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Lesung & Musik | Das Frankfurter Lesefest illustriert, wie kreative Literaturvermittlung im Zusammenspiel von nahezu allen öffentlichen Kultureinrichtungen der Stadt und vielen bürgerschaftlich Engagierten eine ungeahnte Breitenwirkung entfalten kann. Jedes Jahr wird ein neues Buch mit einem inhaltlichen Bezug zu Frankfurt ausgewählt, das die thematische Grundlage für einen Dialog zwischen unterschiedlichen kulturellen Gruppen der Stadtgesellschaft bildet.

Vom 27. April bis 10. Mai 2020 liest Frankfurt das Buch „Rosemarie. Des Deutschen liebstes Kind.“ von Erich Kuby. Der Roman handelt vordergründig von der berühmtesten Edelprostituierten der Bundesrepublik: Rosemarie Nitribitt Mit ihrem teuren Cabrio war sie in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt stadtbekannt. Für ein Mädchen, das mehrfach aus Erziehungsheimen ausgerissen war, hatte sie es zu einem erstaunlichem Vermögen gebracht. Ihre Ermordung im Herbst 1957 sorgte für einen Skandal: Wusste sie zu viel? War es einer ihrer Kunden aus den Kreisen der Bosse und Banker? Bis heute ist ihr Mörder nicht gefasst, und die Pannen bei den Ermittlungen bis hin zum zeitweiligen Verschwinden der Prozessakten befeuerten die Gerüchte darüber, was ihr zum Verhängnis wurde.

In seinem Nachwort schreibt Kuby, sein Buch sei eine literarische „Pille mit Zuckerguß“, „Rosemarie und ihr Beruf nur das dramaturgische Vehikel“ bei seiner Beschreibung „eines gesellschaftlichen Zustandes“. Dem „Erkenntnisprozeß“, den Kuby mit seinem Roman in Gang setzen wollte, sind Christoph Pütthoff & Natalya Karmazin auf der Spur.

Erich Kuby (1910-2005) gilt als einer der Chronisten der Bundesrepublik Deutschland und wurde 2005 posthum mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.

27.4.202020:0019:00
15 €10 €

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