Sommerpause

Sommerpause 1
Bis zum 16. September 2015 machen wir Sommerpause. Wir freuen uns darauf, Sie danach wieder in der FABRIK begrüßen zu dürfen.

Das Kultur Werk

In der FABRIK erwartet Sie ein breites Angebot kultureller Veranstaltungen. Vielfalt ist das Prinzip unserer Programm­gestaltung. Mit facettenreichen Darbietungen, interessanten Happenings sowie unterhaltsamen Events bieten wir unseren Gästen ein einzigartiges Spektrum kultureller Vielfalt hier in Frankfurt am Main.

Klaus MetzMusik

Jazz Passion

Eine unserer großen Passionen ist der Jazz. Das Programm der FABRIK bietet ein weitgefächertes Angebot dieser spannenden Musikform, so dass Jazzfans unterschiedlichster Stilausrichtungen in den Genuss besonderer Highlights kommen.

Neben Swing, Modern Jazz, World Jazz und Cross-Over-Ansätzen genießt insbesondere der zeitgenössische Jazz bei uns einen besonderen Status. Und damit nicht genug! Mit unserer an jedem ersten Montag im Monat stattfindenden offenen Session-Bühne bekommen ambitionierte Jazzer aus der Region die Möglichkeit, in der inspirierenden Atmosphäre unseres Gewölbekellers nach Herzenslust zu jammen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen. Zudem geht bei uns regelmäßig der Spot für den ”jungen” Jazz an: Die FABRIK fördert gezielt aufstrebende Talente und Newcomer der lokalen und überregionalen deutschen Jazzszene.

Werner HeinzBühne

Peymann - Reese - Praml

Diesmal ging er sich keine Hose kaufen. Aber er wütete über die neue Generation in der Kulturpolitik. Peymann natürlich. Ein herrliches Textbuch. (www.zeit.de)
Wir saßen in der Aprilsonne vor dem Wackers am Bornheimer Uhrtürmchen und deklamierten begeistert Peymanns lautstarken Ungerechtigkeiten. Wer bei der Frankfurter Aufführung des Textes die Solo-Rolle geben müsste, wussten wir auch schon. Willy Praml HIMSELF – kein anderer!

Hörprobe: Da ist keinerlei Geschichtsbewusstsein, kein Hintergrund. Da können Sie genauso gut mit dem Pförtner sprechen (....) einer dieser Lebenszwerge, die jetzt überall die Verantwortung haben. Könnte genauso gut der definitive Kommentar Pramls zu dem blödsinnigen Gutachten sein, das sich die Frankfurter Kulturpolitiker vor zwei Jahren als EXPERTISE zur Förderung der Frankfurter Freien Theaterszene eingekauft hatten. Fortsetzung Peymann: Nichtkenner, Nichtkönner, Nichtwisser entscheiden künftig über das Schicksal der Kultur. Leute, die vollständig auf Reizhunger und Sensationslust getrimmt wurden, stellen nun die Weichen. Was für ein großartiges Libretto zur Zukunft der Kulturpolitik!

Natürlich ungerecht und großmäulig, wie man es dem bekannt-genialen Selbstdarsteller Peymann begeistert nachsieht. Nur am Schluss wird er dünn und dürftig. Beschimpfung seines designierten Nachfolgers Oliver Reese: Weil der denselben Phänotyp verkörpere wie der eben kleingestampfte Berliner Kulturstaatssekretär.

Lieber Peymann, da sind wir entschieden anderer Ansicht. Auch wenn Reese ziemlich smart auftritt und nicht aussieht wie einer, der Gläser zerbeißt: für die Frankfurter Inszenierungen von Georg Büchners Danton und Tennessee Williams Endstation Sehnsucht würden wir auch zweimal von Berlin ins Schauspiel Frankfurt reisen.

Das gab es seit den rasanten Zeiten von Günther Rühle und vorher Peter Palitzsch doch ewig nicht mehr an den Städtischen Bühnen: dass die ins Theater verpflichteten Gymnasiasten genau so gebannt wie die Abonnementbürger und echten Theatersüchtigen erleben, wie ein fast zweihundert Jahre alter Text aus dem Museum des Klassik-Kanons befreit wird.

Dantons Tod als Sprechoper in einem absolut triftigen Bühnenbild: ein gigantisches Walzwerk der Geschichte und der Revolution, in dem Biografien zermahlen werden und ebenso die Utopien, Hoffnungen und Gesellschaftsentwürfe der Revolutionäre selbst. Oder im Kammerspiel, wo Isaak Dentler nach manchen Vorstellungen wie ein Rock-Star gefeiert wird, wenn er Goethes „Werther“ mit den Liebesbildern und Sprachmustern einer Generation konfrontiert, die im den Deutschunterricht zeitökonomisch allenfalls die Wikipedia-Zusammenfassung der fürs Zentralabitur vorgeschriebenen Klassiker zu überfliegen pflegt.

Ins Schauspiel Frankfurt und in die Oper strömt das Publikum wie nie zuvor – für manche Vorstellungen hast du zwei Tage nach Eröffnung des Vorverkaufs keine Chance mehr. Die aufregenden anderen Frankfurter Spielorte, an denen ein zeitgenössisches Theater mit dringlichen und drängenden Themen gepflegt wird, versorgen allerdings ein noch entschiedeneres Publikum. Das hält unter Umständen auch ein paar Stunden länger als an den Städtischen Bühnen durch. Und kommt dabei sehr auf seine Kosten.

Sprechen wir vom TheaterWillyPraml in der Naxos-Halle oder vom postmigrantischen (Selbstdarstellung) Ensemble theaterperipherie.

An Christi Himmelfahrt auf Naxos vier Stunden lang eine „Himmelfahrt der Bänker“. TheaterWillyPraml, Freies Schauspielensemble und Naxos-Kino konzentrierten sich mit zwei Stücken und einem Dokumentarfilm auf die Handlungslogiken, Machtspiele und Psychodynamiken der jüngsten und immer noch aktuellen Finanzkrise. Schärfster Blick auf die Gegenwart.

Zuvor schon hatte Willy Praml seine Frankfurter Jedermann-Inszenierung ins Milieu der Börsianer, Manager und ihrer After-Work-Parties gestellt. Sie hätte statt in die Naxos-Halle unbedingt auf die Stufen der Commerzbank gehört.

Keine behäbige Privatbühne, sondern eingreifendes Theater mit einer seit zwei Jahrzehnten in Frankfurt entwickelten Theater-Sprache und Choreografie. Bild-Erfindungen, die den Arbeiten der deutschlandweit engagierten Regisseure im Schauspiel in Nichts nachstehen.

Aber ein armes Theater. Für die jährlichen Zuschüsse aus der Frankfurter Kulturpolitik würde am Schauspiel keine einzige Inszenierung angefasst. Und mit den Druckkosten einer absolut überflüssigen modefotografischen Spielzeit-Ankündigung der Städtischen Bühnen könnten wahrscheinlich alle Freien Bühnen Frankfurts den Jahresetat für ihre Werbung verdoppeln.

Was das alles mit unserem Kulturwerk FABRIK zu tun hat?

Irgendwann, wenn das Geld erwirtschaftet und die Konzeption ausgereift sein wird, soll im Industriedenkmal FABRIK ein Bühnenraum für Theater und Konzerte entstehen. Bis dahin üben wir uns mit dieser Kolumne und frönen unserer Leidenschaft in der Frankfurter Szene... Und laden die Theatermacher, die uns interessieren, ein, abseits ihrer großen Bühne vor vierzig, fünfzig, sechzig Gästen im Keller der FABRIK ihre kleineren favourite things zu präsentieren oder in unserer Dialog-Reihe Rede und Antwort zu ihren Inszenierungen zu stehen.

In den letzten Monaten zum Beispiel: Isaak Dentler aus dem Ensemble der Städtischen Bühnen mit seinem Film „Die Liebe und Viktor“ oder seine Kollegin Katharina Bach mit ihrem Programm „Wir zwei sind ein Außenseiter“ oder die gerade eben 90 Jahre jung gewordene Hertha Georg, die wir aus der Naxos-Halle kennen, mit einer Ringelnatz-Lesung, oder Peter Schröder mit E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“ oder Franziska Junge mit ihrer Interpretation von Tom Waits, und natürlich ein Gastauftritt von theaterperipherie anlässlich unseres Weltmusik-Konzerts mit der deutsch-libanesischen Beyond Borders Band oder Masaa, den Gewinnern des deutschen Creole-Weltmusik-Wettbewerbs .

Am 26. Juli gab es übrigens bei unserem Kulturfest anlässlich der Tage der Industriekultur im Hof der FABRIK eine Probe aus der neuen Inszenierung von theaterperipherie: Andres Veiels „Kick“. Und der Projekt-Chor Harry Heine annoncierte mit seinem Auftritt die Wiederaufnahme des großen Heine-Projekts des TheaterWillyPraml am 5. und 6. September im Weltkulturerbe Mittelrhein in Bacharach.

Sehen wir uns?

Rainer ErdDialog

Frankfurt im Dialog

Mit der „Frankfurter Schule“ war Frankfurt über Jahrzehnte die Dialogstadt der Bundesrepublik. Als die rebellischen Studenten 1968 zunächst im Hörsaal und dann auf der Straße auf die Barrikaden gingen, war ihre zentrale Forderung: Dialog. Warum die Nazivergangenheit kein Thema der universitären Ausbildung war, warum der Vietnamkrieg mit Vernichtungsmitteln geführt werden musste, warum private Beziehungen ein teuflisches Ding sein können – all das waren Fragen, die gestellt, aber auf die vielfach keine Antworten gegeben wurden. Die Forderung nach Dialog war der Wunsch nach Aufklärung und Reflektion undurchsichtiger gesellschaftlicher Verhältnisse.

Wir als Kulturwerk der Stadt Frankfurt haben daher auch 37 Jahre später eine Dialog-Reihe im Gepäck unseres Veranstaltungsprogramms. Und wir sind nicht die einzigen in Frankfurt, die den Dialog suchen. Das Schauspiel Frankfurt führt einen Dialog, in der Romanfabrik wird dialogisiert und im Theater Willy Praml natürlich auch. Aber nirgends so wie bei uns. Denn die Fabrik sucht den ständigen Dialog zu Themen der Stadt Frankfurt. Mit der Reihe „Frankfurter Gespräche“ sprechen wir einmal im Monat jene Themen an, die Mensch und Region bewegen. Als Moderator haben wir uns natürlich jemanden gesucht, der einmal mit der „Frankfurter Schule“ zu tun hatte (im Institut für Sozialforschung), sich aber kritisch abgewendet hat, um dann als Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft und Kunst über hessische Kultur mit zu entscheiden: Dr. Konrad Schacht.

Schacht wählt Gesprächspartner aus, die etwas zu den aktuellen und brisanten Themen in Frankfurt zu sagen haben: Stadtplanung, Umgang mit Kriminalität, Flughafenausbau, Integration ausländischer Gruppen, islamische Gemeinden, Etablierung von Kunstprojekten und vieles mehr. Alles Themen, zu denen wir zusammen mit dem interessierten Frankfurter Publikum einen offenen Dialog führen - ohne gleich Lösungen parat zu haben. Womit wir zu dem zentralen Element unserer Dialogreihe kommen: Wir wissen nicht was richtig ist, wissen aber die richtigen Fragen zu stellen. Denn unser Verständnis von Dialog ist: er ist unendlich und bringt statt Gewissheiten meist viele Fragen hervor, mit denen sich zu beschäftigen immer lohnenswert ist. Und so entlassen wir am Ende eines Abends unsere Zuhörer und Mit-Diskutanten in der Einsicht, dass nichts klar ist und vieles zu überlegen gilt. „Der Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Yvonne ThieréEvent

Kulturfest (26.7.)

Mit rund 500 begeisterten Gästen hat unser diesjähriges Kulturfest alle Rekorde gebrochen. Bei strahlendem Sonnenschein bekam ein bestens gelauntes Publikum jede Menge kulturelle und kulinarische Leckerbissen geboten – umsonst & draußen.

Im Hof eröffneten Bird's Talk das Fest mit jazzigen A-capella-Interpretationen von Björk, der Neuen Deutschen Welle, Charlie "Bird" Parker u.v.m. und der Heine-Chor des TheaterWillyPraml ließ Lieder aus dem gefeierten Heine-Projekt wieder aufleben. Zudem bot die junge Schauspielergruppe der theaterperipherie eine Vorschau auf "Der Kick" von Andres Veiel und Gesine Schmidt (Premiere: 25.9.2015) und ein grandioses Konzert des Ivan Habernal Quartetts leitete in eine Jam Session in unserem Gewölbekeller über, die diesen Tag nicht besser hätte ausklingen lassen können. Das Kulturfest bildet traditionell den Abschluss unserer Sommersaison. Danke an alle, die an diesem tollen Erfolg mitgewirkt haben! Bilder finden Sie im Bereich MEDIA und auf unserer Facebook-Seite.
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Die Fabrik

Die FABRIK ist in der Sommerpause. Am 16. September öffnet das Frankfurter Kulturwerk wieder seine Türen. Wir freuen uns, Ihnen dann wieder ein buntes und spannendes Veranstaltungsprogramm zu präsentieren. Und natürlich ist unser Gastronom Oli wieder für Ihr kulinarisches Wohl da.

Viel Spaß hier bei uns.
Ihr Team der FABRIK

Olis Küche

Öffnungszeiten

Restaurant Gewölbekeller:
Mo–Sa nur bei Veranstaltungen ab 19.00 Uhr
Sonn- und Feiertags 10.00-14.00 Uhr (Brunch)

Sommergarten (bei gutem Wetter):
Di–Sa ab 18.00 Uhr
Sonn- und feiertags ab 10.00 Uhr (Brunch)

Für Reservierungen schreiben Sie bitte eine  oder rufen Sie uns unter 0170 / 41 90 897 an.

Frankfurter Sparkasse 1822

Die Stiftung

Wir bedanken uns insbesondere bei der Sparkasse Frankfurt 1822 für die freundliche Unterstützung, ohne die so manche Veranstaltung in der FABRIK nicht machbar gewesen wäre.