Das Kultur Werk

In der Fabrik erwartet Sie ein breites Angebot kultureller Veranstaltungen. Vielfalt ist das Prinzip unserer Programm­gestaltung. Mit facettenreichen Darbietungen, interessanten Happenings sowie unterhaltsamen Events bieten wir unseren Gästen ein einzigartiges Spektrum kultureller Vielfalt hier in Frankfurt am Main.

Yvonne ThieréEvent

"Der Eisenfresser"

Ausstellung Der Eisenfresser

Fotografien von Susanne Hamann-Meyer

Rost ist giftig, sagt die Hausfrau, Rost ist Eisenhydroxid und Eisenoxid, sagt der Techniker. Rost ist ein zäher Gegner, sagt der Autoliebhaber.

Rost ist einfach schön, sagt dagegen Susanne Hamann-Meyer. Für sie ist Rost Farbe und Vielfalt, die Ästhetik des Alterns. Für Rost geben sich Eisen und Stahl der Oxidation hin. Für Rost nimmt Susanne Hamann-Meyer die Kamera in die Hand und hält Ausschau nach seinen Spuren und Strukturen. Dann verwandeln sich die Zeichen der Zersetzung und Zerstörung in Farblandschaften und nehmen die Form abstrakter Malerei an. (Dorothee Mahringer)

Ab dem 10. Januar präsentieren wir Susanne Hamann-Meyers Ausstellung in unserem Gewölbekeller.

Rainer ErdBühne

Vom Scheitern

Frankfurter Theaterbesucher haben häufig die Qual der Wahl. In diesem Herbst sollte man zwei Aufführungen nicht versäumen. Den „Biberkopf“ im Schauspiel und „Transit“ im Theater Willy Praml. Beide Stücke handeln vom Scheitern...

Alfred Döblin hat sein Berlin-Panorama der 20er Jahre, Berlin Alexanderplatz, auch in einem Hörspiel verarbeitet, das Regisseurin Stephanie Mohr im Schauspiel Frankfurt zur Grundlage ihrer Biberkopf-Inszenierung nimmt. Das besondere ihrer Arbeit ist nicht nur die bewegende Darstellung des Biberkopfs durch Sascha Nathan, sondern auch die musikalische Begleitung durch das englische Trio "Tiger Lillies". Grell weiß geschminkt erzählt die Gruppe parallel zum Spiel Nathans das Scheitern Biberkopfs in eigens für diese Inszenierung komponierten Stücken, die das Grauen verdoppeln.

Ähnlich gespenstig ist das Geschehen auf Willy Pramls Bühne in der Frankfurter Naxoshalle. Unter der Regie von Paul Binnerts (WUWEI-Theater) stellt die Theatergruppe den erfolglosen Kampf einer Gruppe deutscher Emigranten um Visa und Aufenthaltserlaubnisse in Frankreich dar. Ihr Wunsch, Europa zu verlassen, endet in den Fluten des Meeres, in denen das Rettung versprechende Schiff nach Lissabon versinkt. Anders als in Anna Seghers Vorlage-Roman, der mit dem Schiffsuntergang beginnt und von dort aus die Geschichte der Emigranten erzählt, erfährt man im Praml-Theater davon erst am Schluss. Nachdem man dreieinhalb Stunden das vergebliche Ringen der Gruppe um Aufenthalts- und Ausreisepapiere verfolgt hat, verleiht dies dem Stück einen besonders bedrückenden Charakter.

In Zeiten, in denen Millionen Menschen auf der Flucht sind und um einen Neuanfang ihres Lebens ringen, gewinnen beide Produktionen eine bedrückende Aktualität. Empfehlung: unbedingt anschauen!

Rainer ErdDialog

Frankfurt im Dialog

Mit der „Frankfurter Schule“ war Frankfurt über Jahrzehnte die Dialogstadt der Bundesrepublik. Als die rebellischen Studenten 1968 zunächst im Hörsaal und dann auf der Straße auf die Barrikaden gingen, war ihre zentrale Forderung: Dialog. Warum die Nazivergangenheit kein Thema der universitären Ausbildung war, warum der Vietnamkrieg mit Vernichtungsmitteln geführt werden musste, warum private Beziehungen ein teuflisches Ding sein können – all das waren Fragen, die gestellt, aber auf die vielfach keine Antworten gegeben wurden. Die Forderung nach Dialog war der Wunsch nach Aufklärung und Reflektion undurchsichtiger gesellschaftlicher Verhältnisse.

Wir als Kulturwerk der Stadt Frankfurt haben daher auch 37 Jahre später eine Dialog-Reihe im Gepäck unseres Veranstaltungsprogramms. Und wir sind nicht die einzigen in Frankfurt, die den Dialog suchen. Das Schauspiel Frankfurt führt einen Dialog, in der Romanfabrik wird dialogisiert und im Theater Willy Praml natürlich auch. Aber nirgends so wie bei uns. Denn die Fabrik sucht den ständigen Dialog zu Themen der Stadt Frankfurt. Mit der Reihe „Frankfurter Gespräche“ sprechen wir einmal im Monat jene Themen an, die Mensch und Region bewegen. Als Moderator haben wir uns natürlich jemanden gesucht, der einmal mit der „Frankfurter Schule“ zu tun hatte (im Institut für Sozialforschung), sich aber kritisch abgewendet hat, um dann als Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft und Kunst über hessische Kultur mit zu entscheiden: Dr. Konrad Schacht.

Schacht wählt Gesprächspartner aus, die etwas zu den aktuellen und brisanten Themen in Frankfurt zu sagen haben: Stadtplanung, Umgang mit Kriminalität, Flughafenausbau, Integration ausländischer Gruppen, islamische Gemeinden, Etablierung von Kunstprojekten und vieles mehr. Alles Themen, zu denen wir zusammen mit dem interessierten Frankfurter Publikum einen offenen Dialog führen - ohne gleich Lösungen parat zu haben. Womit wir zu dem zentralen Element unserer Dialogreihe kommen: Wir wissen nicht was richtig ist, wissen aber die richtigen Fragen zu stellen. Denn unser Verständnis von Dialog ist: er ist unendlich und bringt statt Gewissheiten meist viele Fragen hervor, mit denen sich zu beschäftigen immer lohnenswert ist. Und so entlassen wir am Ende eines Abends unsere Zuhörer und Mit-Diskutanten in der Einsicht, dass nichts klar ist und vieles zu überlegen gilt. „Der Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Klaus MetzMusik

Jazz Passion

Eine unserer großen Passionen ist der Jazz. Das Programm der Fabrik bietet ein weitgefächertes Angebot dieser spannenden Musikform, so dass Jazzfans unterschiedlichster Stilausrichtungen in den Genuss besonderer Highlights kommen.

Neben Swing, Modern Jazz, World Jazz und Cross-Over-Ansätzen genießt insbesondere der zeitgenössische Jazz bei uns einen besonderen Status. Und damit nicht genug! Mit unserer an jedem ersten Montag im Monat stattfindenden offenen Session-Bühne bekommen ambitionierte Jazzer aus der Region die Möglichkeit, in der inspirierenden Atmosphäre unseres Gewölbekellers nach Herzenslust zu jammen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen. Zudem geht bei uns regelmäßig der Spot für den ”jungen” Jazz an: Die FABRIK fördert gezielt aufstrebende Talente und Newcomer der lokalen und überregionalen deutschen Jazzszene.

Keyvisual web

Die Fabrik

Olis Küche

Öffnungszeiten

Restaurant Gewölbekeller:
Mo–Sa nur bei Veranstaltungen ab 19.00 Uhr
Sonn- und Feiertags 10.00-14.00 Uhr (Brunch)

Für Brunch-Reservierungen schreiben Sie bitte eine  oder rufen Sie uns unter 0170 / 41 90 897 an.

Die Stiftung

Die Peter Paul und Emmy Wagner-Heinz Stiftung wurde 2004 zu dem Zweck gegründet, künstlerische und soziale Projekte zu fördern. Insbesondere die musikalische, literarische und theatralische Kulturwelt der Stadt Frankfurt lag den Stiftungsgründern am Herzen. Das Kuratorium trägt daher Sorge, die Stiftung ihrem Zweck zukommen zu lassen und die in der ehemaligen Ölfabrik entstandene Kulturlocation in Zukunft noch weiter auszubauen.

Die Sponsoren

Frankfurter Sparkasse 1822
Wir bedanken uns insbesondere bei der Sparkasse Frankfurt 1822 für die freundliche Unterstützung, ohne die so manche Veranstaltung in der Fabrik nicht machbar gewesen wäre.