
Gilad Atzmon ist vor allem für guten Jazz und seine kritische Haltung zur Regierung seines Heimatlandes Israel bekannt. Dabei ist die Musik zwischen arabischen Harmonien, Improvisiertem und bisweilen Anklängen an Kurt Weill und John Coltrane von jeher Mittel zur Bekräftigung seiner polemischen Aussagen. Er benannte sein Orient House Ensemble nach dem Hauptquartier der Palästinenser in Jerusalem. Er spielte mit dem Jazz gegen die Politik von Bush und Blair an, und er predigt in Schulen, man müsse die Welt als Familie ansehen.
Nun kommt das Multitalent mit seinem Altsaxophon in die FABRIK, um sein im Juni auf Deutsch erscheinendes Buch „The Wandering Who?“ vorzustellen. Darin hinterfragt er den jüdischen Identitätsdiskurs und dessen Instrumentalisierung durch den Staat Israel. Begleitet wird er von Frank Harrison, dem Pianisten des erfolgreichen Orient House Ensembles.
Besetzung

